Eine Blutvergiftung, medizinisch Sepsis genannt, ist hochgefährlich. Eine lebensbedrohliche Reaktion des Körpers auf eine Infektion. In Deutschland erkranken jährlich bis zu 300.000 Menschen daran, 75.000 sterben. Die Symptome sind oft unspezifisch, sagt der Arzt und Journalist Lothar Zimmermann in SWR Aktuell: "Der Patient ist vielleicht verwirrt, das Herz rast, der Blutdruck ist niedrig, die Haut blass – im Winter könnte man auch auf einen grippalen Infekt tippen, im Sommer auf einen Hitzeschlag." Es gibt kein einzelnes Symptom, das sofort auf eine Blutvergiftung hindeutet. Deshalb ist wichtig, sofort den Arzt zu rufen, wenn wir uns unsicher sind. "Dabei ist es wichtig, zu wissen dass die meisten Blutvergiftungen aus dem Körper selbst kommen. Am häufigsten von der Lunge. Wenn dort bakterielle Herde sind, werden die Erreger über das Blut und die Lymphgefäße im Körper verteilt. Dann kommen der Bauchraum und die Harnwege." Nur um die 15 Prozent der Blutvergiftungen entstehen durch eine Wunde, in die Bakterien eingedrungen sind. Wie die Behandlung einer Blutvergiftung abläuft, wollte SWR Aktuell-Moderatorin Petra Waldvogel von Lothar Zimmermann wissen.